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Allergologie

Allergische Erkrankungen

Allergie und Umweltmedizin: 

Zwischen allergischen Krankheitsbildern und Umwelteinflüssen besteht eine enge Verzahnung, was durch individuelle Einflußgrößen des Menschen beeinflußt wird. Angeborene Abwehrmechnismen des Menschen und Krankheitsveranlagungen bestimmen wesentlich die Entstehung und den Verlauf einer Allergie und Umweltkrankheit. Umweltschadstoffe müssen nach heutigen Erkenntnissen angeschuldigt werden, in jeder Phase der allergischen Reaktion als verschlechternder Faktor einzuwirken. Die umweltmedizinisch-allergologische Betrachtung des Innenraums erfordert vielschichtige Kenntnisse und eine Zusammenarbeit von Spezialisten auf diesem Sektor. Nur ein Zusammenspiel von Ingenieurwissenschaften, Handwerk, Chemikern, Biologen und Toxikologen und die Diskussion mit einem Umweltmediziner und Allergologen kann die Vielschichtigkeit der Problematik gerecht werden. Dies führt zu fruchtbarem Erfahrungsaustausch und Empfehlungen zur Problemlösung mit Sanierungsmaßnahmen und baulicher Umgestaltung. 
Entscheidend für die ständig wachsende Bedeutung allergischer und umweltbedingter Erkrankungen im Innenraum ist die durch den Wohlstand bedingte Änderung der klimatischen Verhältnisse in den Räumen mit Erhöhung der Raumtemperatur, Änderung der Luftfeuchtigkeit und Reduzierung des Luftaustausches mit der Außenwelt. Hier stehen die Einflüsse auf die Gesundheit des Menschen und Energiesparforderungen unversöhnbar gegenüber. Es ist aus allgemeinen Gesundheitsaspekten empfehlenswert, daß sich die gesamte Raumluft in einer Stunde mindestens einmal komplett austauscht (Luftwechselrate 1-1,5). Durch die seit etwa zwanzig Jahren immer mehr perfektionierten Energiesparmaßnahmen an Gebäuden liegt die Luftwechselrate in diesen Häusern meist zwischen 0,3 bis 0,5. Hierduch kommt es zu Schadstoffanreicherung und Beeinflussung des Raumluftklimas. 

Vielschichtigkeit von Innenraumbelastungen Häufig können Betroffene die schädlichen Einflüsse durch ihre Sinneswahrnehmungen nicht differenzieren. Als mögliche Einflüsse müssen deshalb systematisch folgende Einzelbelastungen differenziert werden: 

  1. Einwirkungen von Allergenen
  2. Toxische Wirkungen von luftgetragenen Schadstoffen und Stäuben
  3. Physikalische Einflüsse wie Raumklima, Licht, Lärm, Gerüche
  4. Mikrobielle Belastungen (Bakterien, Schimmelpilze, Viren)


Dies erfordert ein strukturiertes Vorgehen bei der Analyse der Beschwerden mit systematischer Betrachtung der Einzelfaktoren. Entscheidend ist eine im Vorfeld durchgeführte Untersuchung durch einen Umweltmediziner und Allergologen. Idealerweise in einer Hand liegend, sollten spezielle Kenntnisse zur Erkennung auch komplizierter allergologischer Zusammenhänge und individueller Umweltbelastungen vorhanden sein. Umweltambulanzen halten hierfür speziell geschultes Personal vor.

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