Testmethoden
Reaktionstypen
Allergien
Allergische
Erkrankungen
Innenraumbelastung
Früherkennung
Hausstaubmilben
Wohnraumanalyse
Tierhaare
Schimmelpilze
Sanierung und Therapie
Pollen
Atopische Dermatitis
Auslösefaktoren
Atopische Dermatitis bei
Säuglingen und Kindern
In der heutigen Zeit sind Allergien sehr verbreitet, und die Zahl neuer Erkrankungen nimmt Jahr für Jahr zu.
Zu den häufigsten Allergien gehört der Heuschnupfen, auch Pollenallergie genannt.
Das Immunsystem des Körpers schützt uns im allgemeinen vor krankheitsauslösenden Fremdsubstanzen.
Bei Allergikern findet im Körper eine Überreaktion gegen diese Fremdsubstanzen, auch Allergene genannt, statt,
und der Organismus beginnt, Abwehrstoffe gegen Allergene zu bilden.
Durch einen Haut- oder Bluttest kann in den meisten Fällen ermittelt werden, gegen welche Allergene der Körper
Abwehrstoffe bildet. Danach weiß der Patient genau, auf welche Stoffe er allergisch reagiert.
Allergene gelangen über die Atemwege und den Magen-Darm-Trakt, aber auch durch die Haut oder die Augen in
den Körper. Hier lösen sie an verschiedenen Körperstellen Symptome aus, die sehr unangenehm sein können.
Heuschnupfen und allergisches Asthma sind Beispiele einer Atemwegsallergie. In diesem Fall sind die
Allergieauslöser beispielweise Baum-, Gräser- oder Wildkräuterpollen. Ebenso können Allergieauslöser in
Innenräumen auftreten. Hier zählen Hausstaubmilben, Tierhautschuppen und Schimmelpilze zu den häufigsten
Allergenen.
Was ist nun eine Allergie?
Die treffendste Definition ist „eine veränderte Reaktionsweise des Organismus im Sinne einer
krankheitsauslösenden Überempfindlichkeit“.Bedenkt man, daß der Mensch mittlerweile 90% seiner Lebenszeit
in Innenräumen verbringt, so ist ersichtlich, daß sich die urgeschichtliche Rolle des Menschen als Jäger und
Sammler in der freien Natur in den letzten Jahrtausenden vollkommen geändert hat. Dies bedingt die besondere
Bedeutung des Innenraumes für das Wohlbefinden des Menschen. Durch die zunehmende Industrialisierung sind
zudem gerade in den letzten Jahrzehnten Zehntausende von Chemikalien entwickelt worden, von denen eine
Vielzahl in Wohnräumen, an Arbeitsplätzen und in öffentlichen Gebäuden verarbeitet wurden. Sie alle gehen in
unterschiedlichem Maße in die Innenraumluft über und werden von dem Menschen durch die Atemluft, die
Nahrung und über die Haut aufgenommen.
Der krankmachende Programmierungsfehler des Immunsystems führt zu einer Überempfindlichkeit des
Organismus bei Kontakt zu Antigenen meist tierischen oder pflanzlichen Ursprungs. Daneben sind jedoch auch
eine Vielzahl der in Wohnräumen genutzten Chemikalien in der Lage, allergische und toxische Reaktionen
anzustoßen. Die „Atopie“ als familiäre Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen umfaßt Erkrankungen wie den
Heuschnupfen, das Asthma brobchiale und die Neurodermitis. Am Häufigsten betroffen sind die Haut und
Schleimhäute, da sie große Kontaktflächen zur Auseinandersetzung mit der Umwelt darstellen.
Aus Bevölkerungsuntersuchungen in verschiedenen Staaten ist nachweisbar, daß in den letzten Jahrzehnten die
Häufigkeit von Allergien ständig zugenommen hat. Sie liegt jetzt zischen 10 und 30 % der Bevölkerung.
Allergene und Mikroorganismen in Innenräumen:
Durch das Leben der Menschen in den Räumen wird durch Küchen- und Badbenutzung Wasserdampf
freigesetzt, der evtl. nicht an die Umgebungsluft abgebenden werden kann. Es kommt zu vermehrtem
Wachstum von Mikroorganismen, wobei Bakterien, Schimmelpilze aber auch Viren als Krankheitserreger mit
Schwächung der Infektabwehr oder Auslösung einer Allergie. Diese Belastungen schädigen vor allem immun-
geschwächte Menschen, ältere Mitbürger und Kinder. Die einzuhaltende Empfehlung für die relative Luft-
feuchtigkeit in Innenräumen liegt bei 55%. In diesem Niveau wird das Wachstum von Mikroorganismen
erschwert. Ein gegenteiliger Effekt ist z.B. in Büroräumen ohne die Möglichkeit der natürlichen Be- und
Entlüftung zu beobachten. Zu trockene Luft führt zu Schleimhautaustrocknung mit Reizerscheinungen und
Schwächung der lokalen Infektabwehrmechanismen. Ein besonderes Problem stellen Klimaanlagen dar, bei
denen es aufgrund ihrer baulichen Verhältnisse und oft fehlender Wartung zu Belastungen der Raumluft mit
Mikroorganismen kommen kann. Auf diesem Phänomen basiert häufig das seit den 80er Jahren bekannte
„Sick-Building-Syndrom“ (SBS oder auch „Building related Disease“). Es kommt hierbei zu Befindlichkeits-
störungen mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Krankheitsgefühl und lokalen Reizerschei-
nungen wie Niesen, Niesanfälle, Atembeschwerden, Hautreizungen, Husten, Auswurf, Augentränen, Ekzeme und
Gelenkschmerzen. Ursache sind hierfür häufig Allergien, aber auch die oben beschriebenen Einflüsse auf das
Raumklima, mikrobielle Belastungen und Schadstoffeinwirkungen. Entsprechende Beschwerden werden am
Arbeitsplatz und im häuslichen Wohnbereich beobachtet und führen oft genug zu starken Beeinträchtigungen
des körperlichen Wohlbefindens und der Arbeitsfähigkeit.
Fortsetzung
Entscheidende Früherkennung
Für umweltbedingte Erkrankungen und speziell Allergien sind Verlauf und Prognose wesentlich bestimmt durch die
frühzeitige Abklärung des zugrunde liegenden immunologischen oder toxikologischen Mechanismus und die
Zuordnung zu speziellen Ursachenfaktoren. Die sich hieraus ergebenden therapeutischen Möglichkeiten und Ansätze
für eine Sanierung des Wohnumfeldes und ihre Erfolgschancen sind um so höher, je geringer das Ausmaß der
Sekundärfolgen ist, die sich bei Verzögerung der Behandlung fast zwangsläufig entwickeln. So können Folgeerkran-
kungen, aber auch psychische Begleitfaktoren, die zu einer Verselbständigung der Erkrankung führen können, die
Vorhersage des Krankheitsbildes wesentlich verschlechtern.
Bei der Vielzahl der therapeutischen Möglichkeiten und der Komplexität der Sanierungsmaßnahmen ist eine
Früherkennung von entscheidender Bedeutung.
Wesentlicher Faktor für eine möglichst frühzeitige Einflußnahme ist, daß der Betroffene so schnell als
möglich in spezialisierte ärztliche Behandlung und Beratung gelangt. Das Modell einer Umweltambulanz mit versierter
allergologisch, umweltmedizinisch und arbeitsmedizinischer ärztlicher Kompetenz in Zusammenarbeit mit Fachleuten
der Chemie, Analytik, Baubranche, Biologie und Psychotherapie trägt dann zu einem Konzept der schnellen und um-
fassenden Erfassung der Umweltbelastungen bei. In Zusammenarbeit mit dem Hausarzt kann dann ein dauerhaftes
Therapiekonzept aufgebaut werden. Es bleibt zu hoffen, daß auch in Niedersachsen schnellstmöglich die Voraus-
setzungen zum Aufbau dieser Strukturen geschaffen werden. Ziel muß es sein, nicht die zunehmende Umweltangst
zu schüren, sondern gezielt Aufklärung zu betreiben und den Betroffenen schnelle und umfassende Hilfe zukommen
zu lassen
Beschwerden von Patienten die über Umwelterkrankungen klagen:
  1. Kopfschmerzen        2. Mattigkeit        3. Konzentrationsschwäche        4. Depression        5. Atemnot
  6. Gelenkschmerzen     7. Muskelschmerzen        8. Übelkeit        9. Schwindel        10. Magen-Darm-Störungen
 11. Gedächtnisstörungen        12. Schnupfen        13. Augenrötung        14. Nebenhöhlenentzündung
 15. Juckreiz        16. Empfindungsstörungen        17. Kreislaufbeschwerden        18. Alkoholunverträglichkeit
 19. Arzneimittelunverträglichkeit
Hausstaubmilbenallergie
Hausstaub ist eine vielfältige Mischung aus Hautschuppen, Haaren, Federn, Schimmelpilzeiweissen, -sporen,
Staubmilben, Nahrungsmittelbestandteilen, Zerfallsprodukten, Bakterien, Pollen, Mineralien und vieles mehr. In der
Bundesrepublik Deutschland leiden zwischen 500.000 und 2.000.000 Patienten an einer Hausstauballergie welche als
allergischer Fließschnupfen, Bronchialasthma und Hauterkrankungen auftreten kann. Im Gegensatz zur Pollenallergie
bestehen die Beschwerden ganzjährig in wechselnder Ausprägung. Die auslösenden Allergene (Milbenkot) bilden den
wichtigsten Teil des Hausstaubes. Hausstaubmilben sind Spinnentiere mit einer Größe von 0,2 - 0,8 mm, also für das
bloße Auge nicht sichtbar. Sie übertragen keine Krankheiten und sind erst bei einer Allergie für den Menschen schädlich.
Während ihrer Lebenszeit von 2-4 Monaten produzieren sie etwa das zweihundertfache ihres Körpergewichtes
Milbenkot der als Feinstaub in die Atemwege des Menschen dringt und dort allergische Reaktionen auslösen kann.
Milben finden sich in fast allen textilen Einrichtungsgegenständen und vor allem in Matratzen, Polstermöbeln, Teppich-
böden, Kissen und Kuscheltieren. Durch Bewegung im Raum werden die allergenen Bestandteile aufgewirbelt und
gelangen in den Atemstrom.
Hausstaubmilben ernähren sich hauptsächlich vom Menschen selbst und seinen in die Umgebung abgegebenen
Hautschuppen. Andere Milben bevorzugen u.a. Schimmelpilze. Täglich stößt ein Erwachsener etwa 1,5 g Haut-
schuppen ab, genug für etwa 1,5 Millionen Milben als Nahrungsgrundlage für einen Tag. Entscheidend für ihr
Wachstum und die Vermehrung sind die Lebensbedingungen. Die Spinnentiere sind lichtscheu und entwickeln sich in
Lebensräumen mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65 - 80 % und mäßiger Temperatur von 25 C°, wie sie etwa in
den tiefen Schichten des Teppichflors oder in Polstern zu finden sind. Mit Beginn der warmen und feuchten Witterung
im Frühsommer vermehren sie sich verstärkt. Die höchsten Zahlen finden sich in den Hochsommer- und ersten
Herbstmonaten. Parallel zu dieser Entwicklung verstärken sich die allergischen Beschwerden der Patienten. Das
Wachstumsmaximum liegt zwischen Mai und Oktober. Danach sterben sie zunehmend ab, was aber zu einem starken
Anstieg der Allergenkonzentration führt. Die Kotbällchen zerfallen im Laufe der Zeit und verbinden sich mit dem
Hausstaub. Das Krankheitsbild der Hausstaubmilbenallergie zeigt sich in Beschwerden die sehr verschiedenartig in
Erscheinung treten können. Typische Krankheitsbilder sind :
1. allergischer Fließschnupfen   2. allergische Bindehautentzündung   3. allergisches Asthma bronchiale
4. allergische Hauterkrankungen
       Fortsetzung
Wohnraumanalyse
Milbenbelastungen können durch den mikroskopischen Nachweis der Milben in Staubproben, chemische Methoden
(Guanin-Nachweis z.B. als Acarextest) und durch Antikörperuntersuchungen bezüglich der Allergie-auslösenden
Hausstaubmilbenbestandteile durchgeführt werden. Es wird von einem „hygienischen Grenzwert“ von 100 Milben/g
Staub ausgegangen, der auch mit anderen spezielleren Grenzwerten zum Ausdruck der Allergenbelastung recht gut
harmoniert. Mikroskopische Analysen können über die Milbenarten und den Umfang der Belastung je nach Güte der
Untersuchung ausreichend Aussage treffen. Mit dem Acarex-Test kann auch ein Nicht-Fachmann grob orientierend
die Milbenbelastung abschätzen. Die genaueste Methode ist der immunologische Nachweis besonderer
Allergenklassen in den Staubproben, bedarf jedoch eines hohen Aufwandes und besonderer Kenntnisse.
Staubproben ermöglichen auch den mikroskopischen und kulturellen Nachweis von Schimmelpilzen, Bakterien und
Immunschädigender Produkte von Mikroorganismen (z.B. Endotoxine). Verschiedene Nährböden erlauben, zwischen
den Schimmelpilzen und Bakterien zu unterscheiden. Es gibt hierbei typische Vertreter für die Innenräume und
andere die fast nur in der Außenumwelt nachgewiesen werden. Die Abschätzung der Belastung durch
Mikroorganismen befindet sich noch in den Kinderschuhen und bedarf weiterer intensiver Forschung.
Entscheidend sind die Probennahmeverfahren für Staub-, Luft- und Baustoffproben wie auch die weitere analytische
Aufarbeitung. Bei diesen Untersuchungsschritten kommt es bei ungeübter Technik und unzureichender Sachkenntnis
zu Fehlern mit möglicherweise falschen Ergebnissen.
Tierhaare und Tierschuppen
Hinter Tierhaarallergien verbergen sich Sensibilisierungen gegen Hautschuppen, Speichel, Tränenflüssigkeit, Urin und Kot.
Etwa 10% der Bevölkerung in Haustier-haltenden Haushalten leiden schätzungsweise an einer Tierhaarallergie. Vor allem
die ständig zunehmende Kleintierhaltung (Goldhamster,Meerschweinchen, Mäuse, Kaninchen, Ziervögel, Katzen, Hunde usw.)
ist mit einer Belastung des Hausstaubs mit Tierschuppen verbunden und hat die Allergierate in den letzten Jahren vor allem
bei Kindern sprunghaft erhöht. Am häufigsten sind Allergien gegen Katzen oder Hunde. Bei Hunden kann ein deutlicher
Unterschied in den Empfindlichkeiten des Allergikers zwischen den Rassen bestehen. Meist bestehen gleichzeitig Allergien
gegen andere Tierarten. Tierhaarallergien kann man bei gegebener Empfindlichkeit allein durch den Kontakt zu Tierhaltern
und bei gelegentlichem Aufenthalt in den entsprechenden Wohnungen z.B. bei Freunden erwerben. Mit hoher Wahrscheinlichkeit
wird eine Person mit einer hohen allergischen Veranlagung irgendwann einmal gegen das eigene Haustier allergisch, u. U. sogar
gegen das Tier des Nachbarn. Da die Anlage zur Entwicklung einer allergischen Erkrankung vererbbar ist, sollte man sich auch
genau überlegen, ob man einem Kind, das bereits unter Heuschnupfen leidet, noch ein Haustier schenkt.
Tierhaarallergien sind für berufsbedingte Atemwegs- und Hauterkrankungen bedeutsam (z.B. Landwirte, Tierzüchter,
Laborpersonal), die häufig Allergien gegen diese Tiere (z.B. Hühner, Gänse, Kühe, Pferde, Ratten, Mäuse) entwickeln.
Das Krankheitsbild der Tierhaarallergie zeigt sich in Beschwerden, die sehr verschiedenartig in Erscheinung treten können.
Typische Krankheitsbilder sind:
Wenn einmal eine Tierhaarallergie aufgetreten ist besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, daß weitere Tierhaarallergien
bei entsprechendem Kontakt hinzutreten können.
Tierhaarallergen verbreitet sich im geamten Wohnbereich und ist vor allem in textilen Wohnmaterialien nachweisbar.
Je nach den Eigenschaften der Allergene sind Tierhaarallergene noch Monate nach dem Entfernen eines Haustiers aus der
Wohnung nachweisbar.
Tipps bei einer Tierhaarsensibilisierung
1. Das Entfernen des Tieres aus der Wohnung ist die wichtigste Maßnahme
2. Desensibilisierungen werden nur unter eingeschränkten Gegebenheiten durchgeführt und sind sicher keine Alternative
   zur Abschaffung des Tieres
3. Bei berufsbedingten Allergien können Atemschutzmaßnahmen sinnvoll sein
4. Eine intensive Therapie und Beratung durch den Allergologen ist unerläßlich.
Auslösefaktoren der Atopischen Dermatitis
Wenngleich die Aufklärung der Ursachen einer Atopischen Dermatitis bis heute noch Gegenstand
der Forschung ist, so sind doch eine Reihe von Faktoren bekannt, die für die Verstärkung der mit
dem Ekzem verbundenen Hautentzündungen sowie den dadurch ausgelösten Juckreiz verantwortlich sind:
1. Nahrungsmittel
Bei etwa einem Drittel der betroffenen Kinder besteht eine Nahrungsmittelallergie. In diesen Fällen
kann jeder Kontakt mit dem Nahrungsmittel zu einer Verschlimmerung der Atopischen Dermatitis
führen. Die verantwortlichen Nahrungsmittel können von Kind zu Kind verschieden sein.
Eine gründliche allergologische Untersuchung kann hier die Zusammenhänge aufklären:
Im allgemeinen sind Kuhmilch, Hühnerei, Weizen, Nüsse oder Meeresfrüchte sowie Zitrusfrüchte von Bedeutung.
2. Allergene aus dem häuslichen Bereich
Felltragende Tiere, insbesondere Katzen, können allergische Reaktionen auslösen, aber auch eine
Verschlimmerung der Atopischen Dermatitis bewirken. Betroffene Kinder sollten daher zumindest
im ersten Lebensjahrzehnt ohne Haustiere aufwachsen.
Weitere wichtige Mitbewohner im häuslichen Bereich, die mikroskopisch kleinen und für das
menschliche Auge unsichtbaren Hausstaubmilben, stellen ebenfalls ein Risiko für Kinder mit Atopischer Dermatitis dar.
Sie leben vor allem in Matratzen, Teppichböden, man findet sie jedoch auch in Stofftieren und Polstermöbeln.
Soweit wie möglich sollte der Kontakt mit Milben im häuslichen Bereich reduziert werden. Dabei kann die
Verwendung kunststoffbeschichteter Matratzenüberzüge hilfreich sein. Darüber hinaus ist es sinnvoll, im Kinderzimmer
auf die Ausstattung mit Teppichböden zu verzichten und stattdessen feucht-wischbare Fußböden zu bevorzugen.
3. Infektionen
Eine Infektion mit Bakterien (Staphylococcus aureus) oder Viren (Herpes!) kann dazu führen, daß die ekzematöse
Entzündung der Haut sich wesentlich verstärkt, wobei oft gleichzeitig Bläschen oder Pusteln an der Haut auftreten.
Viele der Kinder entwickeln zusätzlich Allgemeinbeschwerden wie Fieber und Abgeschlagenheit. Es ist wichtig,
daß Sie frühzeitig mit Ihrem Kinderarzt Kontakt aufnehmen, um rasch eine wirksame Behandlung einzuleiten,
die in wenigen Tagen dazu führen wird, daß die Krankheitsbeschwerden wieder unter Kontrolle sind.