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Allergologie

Sanierungen und Therapie

Jede Sanierung ist nur so gut wie die Sorgfalt in den Voruntersuchungen. Neben der entscheidenden Ursache muß auch das Ausmaß der Innenraumbelastung unzweifelhaft geklärt werden. Nur so kann der Kostenaufwand begrenzt und möglichst effektiv eingesetzt werden. Typisch sind Bauschäden, undichte Baukörperisolierungen, sog. Kältebrücken, Kondensationsflächen, andere Feuchtigkeitsquellen, sowie Schadstoffbelastungen durch Möbel, Textilien, Bodenbelege und Baumaterialien. Ziel ist es das Raumklima zu normalisieren, Lüftung zu verbessern und Gefahrstoffe aus dem Wohnumfeld zu beseitigen. Daneben muß eine gezielte Aufklärung betrieben werden und auf Verhaltensänderungen hingewirkt werden. Es nutzen keine Diskussionen über Schadstoffbelastungen in Innenräumen, wenn gleichzeitig täglich zwanzig Zigaretten geraucht werden, und damit der am Arbeitsplatz gültige Grenzwert für Formaldehyd überschritten wird. 

Bauliche Veränderungen wie z.B. die Erneuerung von Schimmelpilz-befallenen Putzflächen bedürfen häufig eines großen Aufwandes und können zu Streitfällen zwischen Mietern und Vermietern werden. Gerichtliche Auseinandersetzungen sind dabei nicht selten. Kontrollierte und automatisierte Wohnraumbelüftungen können das Milbenwachstum um bis zu 50% reduzieren. Filteranlagen und Luftreinigungsgeräte bedürfen eines hohen technischen Standards mit Abscheidung von Chemikalien und Feinstaubfraktionen. Gegen das Wachstum von Schimmelpilzen müssen sie besonders gesichert sein. Milbenallergen-undurchlässige Matratzenüberzüge sind ebenso sinnvoll wie der kontrollierte Einsatz von milbenabtötender Substanzen. Bei den besonders geeigneten Umhüllungen für Bettmaterialien muß auf eine gute Verarbeitung und Wasserdampfdurchlässigkeit geachtet werden. 

Die Sanierung der Innenräume führt zu einer deutlichen Herabsetzung der Belastungen und kann den Bedarf an Medikamenten deutlich reduzieren. Daneben bedarf es eines reichhaltigen Erfahrungsschatzes zur Therapie von Umweltkrankheiten. Wenn man davon ausgeht, daß die Erkennung von Umwelterkrankungen sich gerade erst formiert, so ist die Behandlung dieser Erkrankungen mit Ausnahme der Allergien unzureichend. Häufig bedarf es einer intensiven Zusammenarbeit von Allergologen, Psychotherapeuten, Toxikologen und Hausärzten, um ein erfolgversprechendes Behandlungkonzept aufzubauen. Auch alternative naturheilkundliche, homöopathische und vergleichbare Therapieansätze (z.B. Akupunktur) können einen wichtigen ergänzenden Teil dieses Konzeptes bilden.

 

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