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Kinder & Familie

Die U 2 findet in der Regel am dritten Lebenstag eines Säugling statt.

Zumeist wird die Untersuchung noch in der Klinik durchgeführt und beinhaltet die Beurteilung von Haut, Organe, Geschlechtsteile sowie eine Blutentnahme zum Screening auf versch. Erbkrankheiten. Synonym zum Screening-Begriff wird auch häufig die Bezeichnung Guthrie-Test oder PKU-Test verwendet. Das aus der Ferse des Neugeborenen entnommen Blut wird dabei auf folgenden Stoffwechselerkrankungen untersucht: Störungen des Aminosäurestoffwechsels (Phenylketonurie (PKU) und Hyperphenylalaninämie (HPA) Ahornsiruperkrankung (MSUD)), Störungen des Stoffwechsel der organischen Säuren (Glutarazidurie Typ I (GA I), Isovalerianacidämie (IVA)), Defekte der Fettsäureverbrennung und des Carnitinzyklus, Konnatale Hypothyreose (angeborene childdrüsenunterfunktion), Biotinidasemangel, Zuckerstoffwechselstörungen (Klassische Galaktosämie) sowie das klassische Adrenogenitale Syndrom (AGS) 

  Der Test kann frühestens 48 Stunden nach der Geburt durch geführt werden, da die kindlichen Stoffwechselleistungen erst dann ausreichend entwickelt sind,um repräsentative Laborergebnisse zu erzielen. Zusätzlich erfolgt eine Sonographie beider Hüften (Hüftultraschall), um eine Hüftdysplasie zu diagnostizieren (bei 1-3% aller Neugeborenen). In den letzten Jahren hat auch der Hörtest Eingang in das Untersuchungskonzept gefunden, da ein frühes Erkennen einer Hörstörung die Möglichkeit bietet, das betroffene Kind in seiner sozialen und emotionalen Entwicklung nachhaltig zu fördern und Sprachentwicklungsstörungen zu vermeiden.

Üblicherweise informiert der Kinderarzt im Rahmen dieser Untersuchung auch über Rachitis- und Kariesprofilaxe mit Vitamin-D-Präparaten.

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